3 Strategien, die du im Januar umsetzen kannst, um 2019 besser zu singen
3 Wochen ist das neue Jahr nun alt. Weißt du, wie du die Stolperfallen vom letzten Jahr umgehen kannst, um 2019 besser zu singen? In diesem Artikel zeige ich dir 3 nützliche Strategien, die du noch im Januar umsetzen kannst. Mach dieses Jahr zu deinem besten Sänger-Jahr!
Mal ganz ehrlich. Warst du mit deinem vergangenen Singjahr zufrieden? Hast du geschafft, was du dir vorgenommen hast? 2018 habe ich als Sängerin einiges geschafft, das ich nie für möglich gehalten hätte – und andere Pläne sind wie eine nasse, dreckige Serviette auf dem Backstage-Boden platt getrampelt und vergessen worden.
Damit mir und dir das dieses Jahr nicht noch einmal passiert, habe ich drei Strategien gesammelt, die du im Januar umsetzen kannst, um in 2019 besser zu singen.
Mach das Üben zur Gewohnheit
Es ist wie mit Sport. Am Neujahrstag denkt jeder Sänger: Dieses Jahr übe ich mehr, länger, besser. Jedoch herrscht Ende Januar wieder Stille in den Proberäumen.
Wie bleibst du also am Ball?
Indem du anfangs darauf achtest, überhaupt zu üben. Regelmäßigkeit ist der Schlüssel. Jeden Tag ans Mikrofon. Jeden Tag Gesangsübungen singen. Jeden Tag am Song arbeiten.
Übe jeden Tag 20 Minuten singen. Wärme deine Stimme auf, trainiere deine Gesangstechnik und arbeite an einem Abschnitt aus einem Song. Probiere es 30 Tage aus. Am Ende des Monats wirst du nicht nur mindestens 1, vielleicht auch 2 fertige Songs haben. Deine Stimme wird sich auch deutlich verbessert haben.
Bitte komm mir jetzt nicht mit dem Satz “Aber Singen soll Spaß machen. Ich will nicht dran arbeiten müssen. Das muss so funktionieren.” Deine täglichen Jogging-Runden haben dich anfangs auch Überwindung gekostet. Trotzdem bist du gelaufen. Weil es dir gut tut.
Mach das Üben zur Routine. So wie du zu einer festen Uhrzeit arbeiten gehst oder zum Sportverein, so gehst du jeden Tag zu einer festen Uhrzeit zu deiner persönlichen Probe. Mach es verbindlich.
“Erfolg ist das Produkt täglicher Gewohnheiten, nicht von einmaligen Verwandlungen.”
(James Clear)
20 Minuten sehen nicht daran aus, als könnten sie etwas bewirken. Im Sport ist die “1 Prozent besser als gestern”-Strategie jedoch fest verankert. Wir überschätzen oft die Bedeutung von einem einzigen, prägenden Moment, der den Erfolg bescheren soll – und unterschätzen die Macht, die stetige Verbesserungen im Alltag haben. Auch Sänger können von der “1 Prozent besser als gestern”-Strategie profitieren. 30 Tage lang 20 Minuten üben entspricht genau dieser Strategie.
Investiere in gutes Vocal Coaching
Jeder Sänger braucht Gesangsunterricht. Ohne das Lernen von Sängern, die das können, was du lernen willst, wirst du deine Stimme nicht verbessern.
Die Möglichkeiten für Gesangstraining sind vielfältig. Ob mit einem Vocal Coach oder durch einen Fernkurs, auch hier ist Beständigkeit wichtig. Ich empfehle deshalb wöchentlichen Input. Wie du den Unterricht findest, der zu dir passt, habe ich in “Ich will singen lernen, was kann ich tun?” beschrieben. Anhand von 6 Fragen findest du genau das, was zu dir und deinem Leben passt.
Und dann werde aktiv! Setze direkt dieses Woche einen Schritt um. Recherchiere, budgetiere, plane den Terminkalender um, kauf den Gesangskurs, vereinbare die Probestunde.
Zeichne dein Singen auf
Die dritte Möglichkeit, in diesem Jahr mit deinem Gesangstraining durchzustarten, sind Audio- und Videoaufnahmen. Von allem. Gigs, Proben, Gesangsstunden.
“Oh Gott, so seh ich wirklich aus? So höre ich mich wirklich an? Was hab ich mir denn bei diesem [Ton / Bewegung / Dynamik / …] gedacht?”
Ja, das ist peinlich.
Ja, das will man sich nie wieder anhören oder anschauen.
Ja, das wirst du ab heute regelmäßig tun.
Warum? Weil ein Aufnahmegerät dir ehrliches, objektives Feedback gibt. Wann immer du auf die Rückmeldungen eines anderen Menschen angewiesen bist, besteht das Risiko subjektiver Vorurteile. Ein technisches Gerät ist hingegen vollkommen schmerzfrei. Es bewertet nicht. Es hält dir nur einen Spiegel vor.
Der Blick in den Spiegel tut manchmal weh, doch nur so lernen wir Menschen: indem du deine Komfortzone verlässt. Nicht gleich 100 Meter weit. Ein Schritt heraus reicht schon. Das Tolle an diesen Trainingsaufnahmen ist, dass du sie niemandem vorspielen musst. Du kannst sie ganz für dich behalten und sogar wieder löschen.
“Deine Stimme reflektiert nicht, wer du bist. Sie ist nur das Werkzeug, um dich auszudrücken. Trainiere sie statt sie zu verurteilen.” (Loic Valmy)
Du kannst auch ein Notizbuch benutzen, um deine Erkenntnisse aus diesen Aufnahmen festzuhalten. In diesem Sing-Journal siehst du deutlich, ab welchem Zeitpunkt du dich in welchem Bereich verbessert hast.
Damit du im entscheidenen Moment nicht kapitulierst, lern jetzt die Bedienung deines Equipments. Wie muss das Licht sein, damit du gut zu sehen bist? Wie laut darf die Umgebung oder die instrumentale Begleitung sein, damit du dich auf der Aufnahme gut hören kannst? Welche Einstellmöglichkeiten hast du?
Verwende deinen persönlichen Favoriten. Teenager machen gefühlt alles mit dem Smartphone. Ein Erwachsener möchte vielleicht lieber mit dem Laptop oder Tablet arbeiten. Ein Sänger, der das Handy nur zum Telefonieren benutzt, greift vielleicht zum Aufnahmegerät.
Das ist auch der Zeitpunkt, um eine Tasche zu kaufen, in der alles Platz hat: Gerät, SD-Karte, Zusatz-Mikros, Batterien / Netzstecker, Stativ, Fernbedienung, Windschutz, Powerbank, usw. Oder pack alles in eine Box in einem Regal in deinem Proberaum. Gestalte den Einsatz deines Aufnahme-Favoriten so reibungslos wie möglich.
Fazit
Nun kennst du also die 3 Strategien, die du im Januar tun kannst, um 2019 besser zu singen: die Gewohnheit zu üben; die Investition in gutes Vocal Coaching; und das Aufzeichnen deiner Proben und Auftritte. Wähle eine davon aus und setze sie direkt um.
Ich wünsche dir, dass deine gewählte Option ein fester Bestandteil deines Sängeralltags wird.
Welche Option wirst du dieses Jahr umsetzen? Ich werde mich definitiv um den ersten Punkt kümmern: wieder regelmäßig zu üben.

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